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Wie groß sollte dein Notgroschen sein? Ein einfacher Weg zur richtigen Summe

Drei bis sechs Monate an notwendigen Ausgaben reichen für die meisten. So berechnest du deine Summe, wo du sie parkst und wie schnell du sie aufbaust.

Von der Redaktion von Yieldnote · · 3 Min. Lesezeit

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Ein Notgroschen ist Geld, das du für Ausgaben zurücklegst, die sich nicht planen lassen: Jobverlust, eine Arztrechnung, eine dringende Reparatur am Auto oder in der Wohnung. Er verhindert, dass aus einem schlechten Monat Kreditkartenschulden werden. So legst du die Höhe fest, wählst den richtigen Ort und baust ihn auf, ohne deine anderen Ziele auszubremsen.

Schritt 1: Ermittle deine notwendigen monatlichen Ausgaben

Zähle nur, was du weiter bezahlen müsstest, wenn dein Einkommen wegfiele:

  • Miete oder Kreditrate, Nebenkosten und Versicherungen
  • Lebensmittel und grundlegende Mobilität
  • Mindestraten für Schulden
  • Unverzichtbares Handy und Internet

Lass Restaurantbesuche, Urlaube und Abos weg, die du pausieren könntest. Die meisten stellen fest, dass ihre notwendigen Ausgaben deutlich unter ihren Gesamtausgaben liegen.

Schritt 2: Lege die Anzahl der Monate fest

Deine SituationEmpfohlener Notgroschen
Sicherer Job, zwei Einkommen, wenige Unterhaltsberechtigte3 Monate
Ein Einkommen, Kinder oder Job in einer unsicheren Branche6 Monate
Selbstständig, provisionsabhängig oder saisonales Einkommen6 bis 12 Monate
Kurz vor der Rente oder gesundheitlich angeschlagenEher am oberen Ende

Liegen deine notwendigen Ausgaben bei 3.000 $ im Monat, sind drei Monate 9.000 $ und sechs Monate 18.000 $.

Schritt 3: Sicher, getrennt und schnell verfügbar

Der Notgroschen ist eine Versicherung, keine Geldanlage. Er sollte:

  • sicher sein: auf einem Konto, das durch die Einlagensicherung deines Landes geschützt ist, nicht in Aktien oder Krypto, die genau dann fallen können, wenn du das Geld brauchst.
  • getrennt sein: auf einem anderen Konto als dein Alltagsgeld, damit er nicht langsam verschwindet.
  • verfügbar sein: innerhalb von ein bis zwei Tagen, ohne Strafgebühren.

Ein gut verzinstes Tagesgeldkonto erfüllt meist alle drei Punkte und bringt deutlich mehr als ein normales Girokonto.

Schritt 4: Baue ihn in Etappen auf

Ein großes Ziel wirkt schnell unerreichbar, also teile es auf:

  1. Start-Notgroschen: ein Monat an notwendigen Ausgaben, oder ein kleinerer fester Betrag, so schnell wie möglich. Das deckt die meisten Autoreparaturen und überraschenden Rechnungen.
  2. Teile dann deine Sparrate zwischen teuren Schulden und dem Notgroschen auf.
  3. Vervollständige anschließend drei bis sechs Monate.

Wie lange das dauert: Mit 400 $ im Monat auf einem Konto mit 4 % Zinsen erreichst du 9.000 $ nach etwa 22 Monaten und 18.000 $ nach etwa 42 Monaten.

So geht es schneller

  • Leite Sonderzahlungen wie Steuererstattungen, Boni und Geldgeschenke direkt in den Notgroschen.
  • Verkaufe Dinge, die du nicht mehr nutzt.
  • Verzichte ein paar Monate auf ein oder zwei Extras.
  • Richte zum Gehaltseingang einen Dauerauftrag ein, auch wenn er klein ist.

Wann du ihn nutzen solltest

Gute Gründe:

  • Jobverlust oder ein deutlicher Einkommensrückgang
  • Dringende Arzt- oder Zahnarztkosten
  • Unvermeidbare Reparaturen an Wohnung oder Auto
  • Eine ungeplante Reise wegen eines familiären Notfalls

Keine Notfälle: Urlaub, Rabattaktionen, geplante Anschaffungen oder Jahresrechnungen, von denen du wusstest. Spare dafür separat.

Nachdem du ihn genutzt hast, fülle ihn zuerst wieder auf, bevor du dich anderen Zielen widmest.

Häufige Fehler

  • Den Notgroschen investieren, um mehr Rendite herauszuholen.
  • Ihn auf dem Girokonto lassen, wo er im Alltag verbraucht wird.
  • Ihn nie fertig aufbauen, weil das Ziel zu groß wirkte. Ein Start-Notgroschen ist weit besser als gar keiner.
  • Viel zu viel Bargeld halten. Über dein Ziel hinaus arbeitet zusätzliches Geld in langfristigen Anlagen meist besser.

Tipp: Benenne das Konto in deiner Banking-App in „Notgroschen“ um. Ein klares Etikett macht es erstaunlich schwerer, für etwas anderes als einen Notfall darauf zuzugreifen.

Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information und keine Finanzberatung. Grenzen der Einlagensicherung und Kontobedingungen unterscheiden sich je nach Land und Bank.

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